"Last Christmas" oder: Frohe Festtage sehen anders aus - Mein erstes Weihnachten mit Baby - Teil 2

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Um als Neu-Mama entspannter durch die Feiertage zu kommen, sollte man so gut es geht auf die eigenen Bedürfnisse und Wünsche achten. Euch gefällt dieser Beitrag? Dann pinnt die Grafik oder teilt ihn doch per facebook ;)

Ob Lebkuchen, Adventskalender oder die schieren Massen an Spielzeugkatalogen, die einen mit jeder Zeitschrift entgegen fallen: Es ist nicht mehr zu leugnen, dass Weihnachten vor der Tür steht. Dieses Jahr darf ich die Festtage zum zweiten Mal als Mutter erleben. Und ich freue mich schon sehr auf das Feiern im Familienkreis, leckeres Essen und diese besondere Stimmung, die eben nur zu dieser Zeit im Jahr aufkommt. 

Ganz anders mit der Vorfreude und den Weihnachtsgefühlen, oder besser gesagt Nicht-Gefühlen, erging es mir vor einem Jahr - vor bzw. an meinem ersten Weihnachten als Mutter. 

In diesem zweiteiligen Artikel beschreibe ich, fernab vom Weihnachtskitsch, wie ich die Festtage im letzten Jahr erlebt habe. Vielleicht ging es euch genauso als Neu-Mama ? Oder seid ihr eine der Mütter, die in diesem Jahr ihr erstes Weihnachten mit Baby erleben werden? Habt ihr möglicherweise ein schlechtes Gewissen, weil ihr euch nicht auf Weihnachten freut? Oder plagen euch Sorgen, wie die Festtage wohl werden? Ich kann euch sehr gut verstehen. Deshalb berichte ich in Teil 1 von "Last Christmas" ehrlich von meinen Gefühlen im Vorfeld des Weihnachtsfestes 2016 und an den Festtagen selbst. In diesem Beitrag verrate ich euch nun, was ich für entspannte Weihnachten mit Baby aus heutiger Sicht anders machen würde.*

Und die Moral von der Geschicht? Was ich an unserem ersten Weihnachten zu dritt anders machen würde

In diesem, vergleichsweise recht kurzen (ihr wisst ja, ich bin die Frau der vielen Worte ...) zweiten Teil von "Last Christmas" verrate ich euch die 5 Dinge, die ich rund um das erste Weihnachtsfest mit Baby anders machen würde bzw. in diesem Jahr, trotz Juniors forgeschrittenen Alters, auch anders machen werde.

1. Ich würde nur dann Besuch empfangen bzw. die Familie besuchen, wenn ich es selbst möchte

 

Die wichtigsten Fragen, die sich aus meiner Sicht im Vorfeld der Planungen rund ums Fest der Liebe stellen, lauten: Möchte ich Weihnachten in diesem Jahr feiern? Oder habe ich eigentlich gar keine Lust darauf und sehne mich nach Ruhe und Erholung? Mache ich den ganzen Zirkus eher widerwillig mit, da ich glaube, dass genau das von mir erwartet wird? Habe ich Angst davor, meiner Familie vor den Kopf zu stoßen oder zu enttäuschen?

 

Sollte meine Antwort auf Frage eins nicht ganz klar "Ja" lauten, würde ich ganz in meinem Sinne handeln. Und Weihnachten einfach Weihnachten sein lassen. Das ist schon mal in Ordnung. Ja, wirklich.

 

2. Ich würde rund um das Fest mehr delegieren

 

Sofern ich mich denn überhaupt für das Feiern von Weihnachten im Kreise meiner Lieben entschieden habe, würde ich in jedem Falle mehr delegieren. Langeweile brauche ich als Mutter schließlich trotzdem nicht zu fürchten.

 

Ja, ich hatte letztes Jahr bereits das Glück nicht allein für die Einkäufe und das Festtagsmenü verantwortlich zu sein. Trotzdem blieb noch mehr als genug für mich zu tun. Und das neben den Pflichten und Herausforderungen mit denen ich als Neu-Mama konfrontiert war. Und so würde ich ganz unverblümt und direkt um Hilfe bitten: "Liebe Mama, damit wir uns an Weihnachten alle wohlfühlen, würde ich dich um deine Hilfe beim Aufräumen und Putzen am ... von ... bis ... bitten. Deine Unterstützung ist für mich das größte Geschenk, da ich so entspannter feiern kann." Wer da ablehnt, glaubt wohl nicht mehr an den Weihnachtsmann. Und braucht somit auch nicht feiern, richtig?

 

3. Ich würde mir keinen Kopf darum machen, wie mein Besuch über meine Mama- / Hausfrau- / Partnerin- / Sonst was-Qualitäten denkt

 

Eine Erkenntnis, die sich wie ein roter Faden durch mein erstes Jahr als Mama zieht: Als Frau und insbesondere als Mutter kann ich es niemals richtig machen. Irgendwas ist immer falsch. Und die Leute denken ohnehin, was sie denken wollen. Ich kann mir die größte Mühe geben, doch das ändert nicht viel. Es wird immer jemanden geben, der es besser weiß, gut meint, doch nur helfen will und dabei doch im Zweifel verunsichert, verletzt oder einfach aufregt.

 

Jedoch konnte ich diese Erkenntnis, einmal verinnerlicht, für etwas unglaublich wertvolles nutzen: Mein Wohlbefinden. Die Grübelei zu unwichtigen und vollkommen dämlichen Fragen wie "Was denkt wohl XY übers Stillen / Familienbett / das Tragen / den Zustand meiner Wohnung / meinen After-Baby-Body / Meine Frisur ... ?" oder "Warum hat AB vorhin so irritiert geguckt?" konnte ich, mit meiner Erfahrung im Hinterkopf, erfolgreich abstellen. Leider war Weihnachten da schon vorüber. Doch besser ich lerne spät als nie ...

 

4. Ich hätte kein schlechtes Gewissen, weil ich mich nicht auf mein erstes Weihnachtsfest mit Baby freue

 

Für Gefühle und Sorgen kann ich nun mal nix. Ja, ich weiß, dass meine Probleme keine echten Dramen sind. Und das ich eigentlich jeden Tag aus Dankbarkeit für mein schönes und priviligiertes Leben um den Tannenbaum tanzen müsste. Doch Erschöpfung und große Unsicherheit verschwinden nun mal nicht, nur weil man weiß, dass es anderen Menschen viel schlechter geht. Also weg mit dem schlechten Gewissen, weil man nicht jede Minute seines Neu-Mama-Lebens genießt und sich nicht auf die Feiertage freut. Das bringt in etwa so viel wie der Frust nach dem Verzeher der gesamten Jumbopackung Eiscreme.

 

5. Ich würde mir einen Herzenswunsch erfüllen bzw. erfüllen lassen

 

Man muss auch gönnen können. Als Mutter aber vor allem auch mal sich selbst. Denn jetzt mal Hand aufs Herz: Wo machen wir zuerst Abstriche wenn die zeitlichen oder finanziellen Ressorucen knapp sind? Genau, bei uns selbst. Ist ja auch alles halb so wild. Wir haben uns dieses Leben doch ausgesucht. Ich brauche nicht viel zum Glück. Ja, ja. Schon klar. Aber ist Weihnachten nicht mal ein schöner Anlass um sich bewusst zu machen, was wir Mütter täglich leisten?

 

Nun weiß ich natürlich, dass im Konsum weder der Weihnachtsgedanke noch das nachhaltige Glück liegt. Aber manchmal tut ein kleiner Luxus einfach gut. Und die Freude an dem, was wir uns gegönnt haben, währt bei einer wohl überlegten Wahl ja auch lange. Also lasst euch euren persönlichen Herzenswunsch schenken oder gönnt ihn euch selbst. Wenn da die Vorfreude aufs Fest nicht steigt ;)

 

Für die Kleinsten finde ich es ja immer schön, wenn die Verwandten nicht mit Bergen an Spielzeug ankommen. Junior spielt ohnehin am liebsten mit Alltagsgegenständen. Viel praktischer sind doch beispielsweise schöne und nützliche Kleidungsstücke für den bevorstehenden Winter. Unser neues Lieblingsteil ist ja ein wärmender und robuster Woll-Overall. Ja, günstig ist so ein Walk-Overall nicht. Aber erstens wächst Junior nun mit einem Jahr nicht mehr so schnell aus dem, noch etwas großen, Teil raus. Somit haben wir wohl auch im nächsten Jahr noch etwas von unserem Investment. Und zweitens kann man die begehrten Kleidungsstücke später super für bis zu 80% des Neupreises gebraucht verkaufen. Meine Lieblingsfarbe ist ja das schöne Rot, was etwas mehr Leuchtkraft in den Alltag bringt ;)

 

*

 

Wie habt ihr euer erstes Weihnachten als Mutter erlebt? Oder feiert ihr in wenigen Wochen erstmals das Fest der Liebe als frischgebackene Mama? Überwiegt bei euch die Vorfreude oder teilt ihr viele der von mir beschriebenen Sorgen mit mir?

 

So oder so: Kommt gut durch die Vorweihnachtszeit!

 

In Gedanken bereits weiter nach Geschenkideen stöbernd grüßt euch

 

eure Jana

 

 

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