Breifrei: Unsere Familienküche mit "Baby-led Weaning"

Breifrei-Hacks: Putzaufwand & Nerven sparen beim Baby-led Weaning

 

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Kleinkind beim breifreien Essen: Viel Putz-Aufwand danach gehört dazu. Hacks und Tipps auf Mama-Blog Patschehand.de
Ja, auch wenn es auf diesem Foto nicht so aussieht: Mittlerweile hält sich der Putzaufwand beim Baby-led Weaning in Grenzen.

Wer schon länger mitliest, weiß sicher dass die Beikosteinführung im Hause Patschehand breifrei verlief. Und um es kurz zu machen: Bereut haben wir diese Entscheidung nie. Allerdings muss ich nach nun über neun Monaten breifreiem Futterspaß mit  Junior zugeben, dass der Weg zu Mahlzeiten ohne großen Putzaufwand im Anschluss ein langer war.

 

Im Laufe der letzten Monate zogen daher nach und nach einige Helfer bei uns ein, die den Putzalltag (nicht nur) rund ums Essen angenehmer machen sollten. In diesem Beitrag möchte ich euch die Helferlein vorstellen, die uns das Leben wirklich erleichterten. Außerdem gebe ich euch ein paar Tipps und berichte von unseren Erfahrungen rund ums Baby-led Weaning.*

 

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"Baby-led Weaning" - Unser Bildertagebuch

Die veganen Bananen-Pancakes sind flott und einfach zubereitet und eine tolle Alternative zu normalen Crêpes. (Das Bild rechts unten zeigt meine Portion mit Schokolade als Topping. Klar, dass es die nicht für Junior gibt.)
Die veganen Bananen-Pancakes sind flott und einfach zubereitet und eine tolle Alternative zu normalen Crêpes. (Das Bild rechts unten zeigt meine Portion mit Schokolade als Topping. Klar, dass es die nicht für Junior gibt.)
Von der Zubereitung bis zum köstlichen Ergeebnis dauerte es bei den Milchreisschnitten nicht lang. (Großes Foto zeigt meine Portion mit extra viel Zimt, den es für das Baby in dieser Menge nicht gibt.)
Von der Zubereitung bis zum köstlichen Ergeebnis dauerte es bei den Milchreisschnitten nicht lang. (Großes Foto zeigt meine Portion mit extra viel Zimt, den es für das Baby in dieser Menge nicht gibt.)

Seit seiner Geburt wird Junior nach Bedarf gestillt. Da war es für uns der nächste logische Schritt, ihn das Essen selbst entdecken zu lassen. Aus diesem Grund erfolgte unser Beikosstart breifrei und mit der Methode des "Baby-led Weaning". Auch nach ausgiebiger Lektüre von Büchern, Broschüren und Webseiten sowie vielen kritischen Fragen aus dem Umfeld ("Aber Babys haben doch schon immer Brei bekommen?!"), blieb unser Entschluss, es auf diesem Weg zu probieren. Und unser Mut wurde belohnt. Wir erlebten einen entspannten und schönen Beikoststart Juniors (alle Teile unseres Beikosttagebuches zum detaillierten Nachlesen und Inspiration Sammeln findet ihr hier).

 

Doch auch wenn die gemeinsamen Mahlzeiten mittlerweile fester Bestandteil unseres Alltags sind, stellen sich mir einige Fragen zum Thema "Breifrei" immer wieder: Was biete ich Junior heute an? Ob die Auswahl, die ich ihm biete auch gesund und abwechslungsreich genug ist? Ich bin sicher nicht die einzige Mutter, mit diesen Fragen im Kopf. Und ganz bestimmt auch nicht die Einzige, die sich immer über etwas Inspiration zu babytauglichen Rezepten freut.

 

Um mir selbst ein realistisches Bild von meiner Speisenauswahl für Junior zu machen und euch einen Eindruck von unserer Familienküche zu vermitteln, vor allem aber als Inspirationsquelle für euch, habe ich mir überlegt, ein Bildertagebuch anzufertigen. Hierfür habe ich eine Woche lang jede Mahlzeit unseres Juniors fotografiert. Jedes Bild lässt sich übrigens per Klick vergrößern, sofern ihr die Detailansicht für eure Überlegungen und Planungen benötigt.

 

Natürlich findet ihr auch in diesem Beitrag die Quellenangaben und Links zu den Rezepten. Und nun wünsche ich euch viel Spaß (wenn ich jetzt wieder so viel schreibe, verdient dieser Beitrag ja kaum die Bezeichnung Bildertagebuch).*

 

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"Baby-led Weaning" - der entspannte Beikoststart?: Unsere siebte Woche

Nudeln mit Rahmsoße - eine unserer Mahlzeiten beim Baby-led Weaning
Links ist Juniors Portion, rechts mein gut gefüllter Teller. Nur einmal kochen zu müssen erachte ich als großen Vorteil des "Baby-led Weaning".

 

Seit seiner Geburt wird Junior nach Bedarf gestillt. Da ist es für uns der nächste logische Schritt, ihn das Essen selbst entdecken zu lassen. Aus diesem Grund soll der Beikosstart bei uns breifrei und mit der Methode des "Baby-led Weaning " erfolgen. Auch nach ausgiebiger Lektüre von Büchern, Broschüren und Webseiten sowie vielen kritischen Fragen aus dem Umfeld ("Aber Babys haben doch schon immer Brei bekommen?!"), blieb unser Entschluss, es mal zu probieren.

 

Nach ausführlicher Schilderung unseres Beikoststarts in den ersten vier Wochen, präsentiere ich das "Breifrei"-Tagebuch seit Woche fünf in Tabellenform. Nach dem Urlaubsspezial letzte Woche kehrte in Woche sieben wieder der Alltag ein. Langweilig wurde es trotzdem nicht.

 

Kleiner Hinweis: In der Tabelle liste ich nur das auf, was auch stattfand. Fehlt also mal an einem Tag das Frühstück oder Abendessen, dann gab es aus irgendeinem Grund keines für Junior (meist wohl durch Organisations- und Zeitprobleme oder akute Müdigkeit Juniors).

 

Viel Lesespaß (hier geht es zum ersten, zweiten, dritten, vierten, fünften und sechsten Teil der Reihe)!*

 

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"Baby-led Weaning" - der entspannte Beikoststart?: Das Urlaubsspezial mit Woche sechs

Breifrei & Baby-led-Weaning auf Mama-Blog Patschehand.de Nudel gedünstetes Gemüse
Nicht nur für Junior waren die Restaurantbesuche im Urlaub aufregend.

 

Seit seiner Geburt wird Junior nach Bedarf gestillt. Da ist es für uns der nächste logische Schritt, ihn das Essen selbst entdecken zu lassen. Aus diesem Grund soll der Beikosstart bei uns breifrei und mit der Methode des "Baby-led Weaning" erfolgen. Auch nach ausgiebiger Lektüre von Büchern, Broschüren und Webseiten sowie vielen kritischen Fragen aus dem Umfeld ("Aber Babys haben doch schon immer Brei bekommen?!"), blieb unser Entschluss, es mal zu probieren.

 

Nach ausführlicher Schilderung unseres Beikoststarts in den ersten vier Wochen, präsentiere ich das "Breifrei"-Tagebuch seit letzter Woche in Tabellenform. In dieser, mittlerweile schon sechsten Woche, wurde es besonders spannend. Wir verbrachten unseren ersten Urlaub mit Junior. Vom 17.06.2017 bis zum 24.06.2017 waren wir in Karlshagen auf Usedom. Mit einem befreundeten Paar und ihren zwei Kindern (drei und anderthalb Jahre alt) genossen wir die Urlaubswoche in einem schönen Ferienhaus.

 

Vor der Reise fragte ich mich, neben tausend anderen Dingen, wie das wohl mit dem Essen klappen wird. Viele Mütter, die ich kenne, sind vor einer Reise mit Baby ebenfalls verunsichert: Klappt "Baby-led Weaning" auch unterwegs? Was kann ich anbieten? Sollte ich vielleicht doch besser für diese Zeit auf Brei umsteigen? Erfahrt in diesem Beitrag, wie unsere sechste Beikostwoche on tour lief.

 

Kleiner Hinweis: In der Tabelle liste ich nur das auf, was auch stattfand. Fehlt also mal an einem Tag das Frühstück oder Abendessen, dann gab es aus irgendeinem Grund keines für Junior (meist wohl durch Organisations- und Zeitprobleme oder akute Müdigkeit Juniors).

 

Ich hoffe, ihr findet einige Inspirationen für euren Urlaub mit Baby bzw. eure Essensplanung. Ich wünsche euch viel Lesespaß (hier geht es zum ersten, zweiten, dritten, vierten und fünften Teil der Reihe)!*

 

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"Baby-led Weaning" - der entspannte Beikoststart?: Unsere fünfte Woche

Breifrei Baby-led-Weaning Rezept Brot
Die Zubereitung der "Nudeln mit Putenstreifen in Paprika-Tomatensoße" ist unkompliziert und dauert nur eine halbe Stunde.

Seit seiner Geburt wird Junior nach Bedarf gestillt. Da ist es für uns der nächste logische Schritt, ihn das Essen selbst entdecken zu lassen. Aus diesem Grund soll der Beikosstart bei uns breifrei und mit der Methode des "Baby-led Weaning" erfolgen. Auch nach ausgiebiger Lektüre von Büchern, Broschüren und Webseiten sowie vielen kritischen Fragen aus dem Umfeld ("Aber Babys haben doch schon immer Brei bekommen?!"), blieb unser Entschluss, es mal zu probieren.

 

In den letzten vier Wochen schilderte ich ausführlich unseren "breifreien" Beikosstart. Ab dieser Woche präsentiere ich unser Beikosttagebuch in neuer, kompakter Form (die Begründung für diesen Schritt findet ihr am Ende des vierten Teils). Nur das kurze Wochenfazit zum Schluss gibt es weiterhin in bisheriger Form.

 

Kleiner Hinweis: In der Tabelle liste ich nur das auf, was auch stattfand. Fehlt also mal an einem Tag das Frühstück oder Abendessen, dann gab es aus irgendeinem Grund keines für Junior (meist wohl durch Organisations- und Zeitprobleme oder akute Müdigkeit Juniors).

 

Ich hoffe, ihr findet einige Inspirationen für eure Essensplanung. Und nun viel Spaß bei unserer fünften Woche (hier geht es zum ersten, zweiten, dritten und vierten Teil der Reihe)!*

 

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"Baby-led Weaning" - der entspannte Beikoststart?: Unsere vierte Woche

Breifrei Baby-led-Weaning Rezept Brot
Während das Brot im Ofen backt, erfüllt ein appetitanregender Duft die gesamte Wohnung.

Seit seiner Geburt wird Junior nach Bedarf gestillt. Da ist es für uns der nächste logische Schritt, ihn das Essen selbst entdecken zu lassen. Aus diesem Grund soll der Beikosstart bei uns breifrei und mit der Methode des "Baby-led Weaning" erfolgen. Auch nach ausgiebiger Lektüre von Büchern, Broschüren und Webseiten sowie vielen kritischen Fragen aus dem Umfeld ("Aber Babys haben doch schon immer Brei bekommen?!"), blieb unser Entschluss, es mal zu probieren.

 

In den nächsten Wochen schildere ich, unsere Erfahrung mit dieser Art der Beikosteinführung. Viel Spaß bei Woche vier (hier geht es zum ersten, zweiten und dritten Teil der Reihe)!*

 

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"Baby-led Weaning" - der entspannte Beikoststart?: Unsere dritte Woche

Baby-led Weaning - Gemansche
Darum legen erfahrene BlW-Eltern wohl vor den Mahlzeiten Zeitung auf den Boden ...

Seit seiner Geburt wird Junior nach Bedarf gestillt. Da ist es für uns der nächste logische Schritt, ihn das Essen selbst entdecken zu lassen. Aus diesem Grund soll der Beikosstart bei uns breifrei und mit der Methode des "Baby-led Weaning" erfolgen. Auch nach ausgiebiger Lektüre von Büchern, Broschüren und Webseiten sowie vielen kritischen Fragen aus dem Umfeld ("Aber Babys haben doch schon immer Brei bekommen?!"), blieb unser Entschluss, es mal zu probieren.

 

In den nächsten Wochen schildere ich, wie diese Art der Beikosteinführung bei uns funktioniert, wie es uns dabei geht und was gut und auch nicht so gut geklappt hat. Viel Spaß bei Woche drei (hier geht es zum ersten und zweiten Teil der Reihe)!*

 

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Mein Buchtipp zum Baby-led Weaning: Der Ratgeber von Tatje Bartig-Prang rund um Theorie und Praxis. Besonders gelungen? Die vielen Rezepte & die fachlich fundierten, dabei aber locker-lässig niedergeschriebenen (wie das ganze Buch übrigens) Hinweise rund um die Bedenken und Kritik am alternativen Beikostweg (siehe ausführlichen Beitrag im ersten Teil meiner Babybibliothek).

 

Tag 15, 28.05.2017 - Den Mund zu voll genommen

 

Heute wollte Junior tagsüber nicht schlafen. Am Vormittag genoss er noch ein halbstündiges Nickerchen, doch danach konnte er, trotz eindeutiger Müdigkeitsanzeichen und Papas und meiner geballten Schlafbegleitungs-Kompetenz, nicht einschlafen. So kam es, dass unsere Mahlzeiten auch etwas durcheinander kamen. Da unser Kühlschrank kaum noch Essbares hergab und wir Junior wenigstens zum Abendessen auch etwas anbieten wollten (Fertignahrung aus dem Tiefkühler kam somit nicht in Frage), plünderte ich den Vorratsschrank und kochte schnell eine Tomatensoße und Nudeln. Dazu  gab es gebratene Würstchen.

 

Die Tomatensoße wollten wir unserem kleinen Sonnenschein nicht anbieten, da diese Zwiebeln und auch etwas Zucker enthält. Ich habe mir aber vorgenommen, künftig etwas babyfreundliche Soße zuzubereiten. Dies sollte nicht allzu schwierig sein und eröffnet Junior sicher nochmal ganz neue Geschmackswelten. Heute servierten wir ihm aber erstmal eine Auswahl an Nudeln sowie ein halbes, gebratenes Würstchen. Heute lag Juniors letzte Stillmahlzeit schon etwas länger zurück und auch deshalb waren wir gespannt, wie er unser Angebot annehmen würde.

 

Ich befürchtete aber auch, dass dem Kleinen das Essen heute schwerer als sonst fällt, da er so viele Stunden nicht mehr geschlafen hatte. Und dann kam heute noch das erste Mal Fleisch hinzu. Etwas nervös war ich schon. Ich bemühte mich allerdings, wie eine tiefenentspannte Mama zu wirken, die genau weiß was sie ihrem Baby zutrauen kann und seinen Fähigkeiten vertraut.

 

Junior durte heute wieder auf Papas Schoß Platz nehmen. Ich konnte ganz entspannt mein Abendessen genießen und zuschauen, wie der Kleine sich geradezu auf die Nudeln stürzte. In schier unglaublichem Tempo war auch schon der erste Bissen im Mund. Und dann noch einer. Und noch einer. Wie üblich verzog unser Baby bei jedem Bissen das Gesicht.

 

Man könnte denken, dass ihm unsere Nahrungsangebote so gar nicht schmecken. Doch dann würde er wohl kaum weiter zugreifen. Schließlich entdeckte Junior die Würstchenstücke. Er griff sich eines und zutschte das Würstchen ziemlich geschickt aus. Die Haut blieb erhalten, während das Innere in Juniors zahnlosem Mund zerkaut wurde. Ohne große Pause setzte unser Schatz das Essen fort und griff sich immer mehr Nudeln. Ein paar Nudeln landeten auf dem Boden, einige Stücken aber auch im immer voller werdenden Mund.

 

So langsam fragte ich mich, wann Junior denn die ordentliche Portion in seinem Mund bearbeiten möchte. Doch der Kleine griff sich weiter Nudeln, bis keine mehr übrig war. Einsam blieb ein Stück Wurst zurück. Nun wurde Junior unruhig und versuchte seine gewagten Drehmanöver auf Papas Schoß. Normalerweise würden wir nun die Mahlzeit zügig beenden. Doch Junior hatte den Mund ja noch voll mit einer Mischung aus Nudeln und etwas Wurst. Ihn hinzulegen, trauten wir uns nun, aufgrund der Gefahr des Verschluckens, nicht.

 

Da der Kleine nicht zu bändigen war und seine Drehmanöver immer riskanter wurden, stand Papa mit ihm auf. Während Junior von Papa durch die Wohnung getragen wurde, würgte er etwas und fasste sich immer wieder mit seinen Fingern in den Mund. Dabei holte er nach und nach zu große Nudel- und Wurststücken aus seinem Mund. Wir warteten geduldig und griffen zunächst nicht ein.

 

Doch Junior zeigte immer deutlicher, dass er müde ist. Er kaute die Stücken im Mund mittlerweile gar nicht mehr. Und so entschieden wir einzugreifen. Sanft bot Papa Junior dem müden Schatz seinen Finger zum Nuckeln an. Dankbar nahm Junior das Angebot an. Als er dann das Nuckeln unterbrach, konnte Papa den Finger, mitsamt der letzten Essensreste, aus Juniors Mund entfernen. Erleichterung! Nun ging es zügig ins Bett. Der kleine Sonnenschein schlief sehr schnell beim Einschlafstillen ein.

 

Überraschend fanden wir heute, dass Junior beim Essen trotz Übermüdung so gut drauf war. Seine Aufmerksamkeit galt unserer gemeinsamen Mahlzeit erstaunlich lang. Allerdings hoffe ich, dass Junior sich ab heute nicht immer den Mund derart vollstopft. Ich war etwas besorgt, ob er diese Mengen bewältigen kann. Doch auch heute ging alles gut und das Würgen war (wie bisher immer) harmlos. 

 

Tag 16, 29.05.2017 - Was für ein Gemansche

 

Zum Mittag bot ich Junior, aufgrund akuten Zeitmangels und eines nicht üppig ausgestatteten Kühlschranks, schon wieder Nudeln an. Immerhin war es mal wieder eine andere Sorte und ich denke, dass die Erfahrung des Essens noch so neu für Junior ist, dass er sich nicht langweilt. Doch gut fühlte ich mich trotzdem nicht dabei.

 

Junior futterte begeistert seine kleine Portion. Zum ersten Mal hatte ich beim Mittag heute das Gefühl, dass das Essen langsam ein Bestandteil des Alltags wird. Doch wirklich spannend wurde es am Abend: Ich habe tatsächlich meinen Vorsatz, mehr Rezepte aus dem Buch "Breifrei: Baby-led-Weaning: Einmal kochen - alle essen mit"* zu probieren, in die Tat umgesetzt. Am Vormittag war ich dafür mit Junior einkaufen und nach seinem Mittagsschlaf bereitete ich dann schon das Abendessen vor. Es gab ungesüßten, kalten (und in der Konsistenz recht festen) Grießbrei mit frischen Erdbeeren. So servierten wir Junior die Mahlzeit:

 

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"Baby-led Weaning" - der entspannte Beikoststart?: Unsere zweite Woche

Baby-led-Weaning - Nudeln und Möhrchen zur Auswahl für unser Baby
Die Auswahl wurde in Woche zwei größer. Und Mama mutiger.

Seit seiner Geburt wird Junior nach Bedarf gestillt. Da ist es für uns der nächste logische Schritt, ihn das Essen selbst entdecken zu lassen. Aus diesem Grund soll der Beikoststart bei uns breifrei und mit der Methode des "Baby-led Weanings" erfolgen. Auch nach ausgiebiger Lektüre von Büchern, Broschüren und Webseiten sowie vielen kritischen Fragen aus dem Umfeld ("Aber Babys haben doch schon immer Brei bekommen?!"), blieb unser Entschluss, es mal zu probieren.

 

In den nächsten Wochen schildere ich, wie diese Art der Beikosteinführung bei uns funktioniert, wie es uns dabei geht und was gut und auch nicht so gut geklappt hat. Willkommen zu Teil zwei (hier geht es zum ersten Teil der Reihe).*

 

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Mein Buchtipp zum Baby-led Weaning: Der Ratgeber von Tatje Bartig-Prang rund um Theorie und Praxis. Besonders gelungen? Die vielen Rezepte & die fachlich fundierten, dabei aber locker-lässig niedergeschriebenen (wie das ganze Buch übrigens) Hinweise rund um die Bedenken und Kritik am alternativen Beikostweg (siehe ausführlichen Beitrag im ersten Teil meiner Babybibliothek).

 

Tag 8, 21.05.2017 - Nudelspaß

 

Heute war Papa Junior wieder voll in unsere Mahlzeiten involviert, da an diesem herrlichen Sonntag weder Arbeit noch andere Verpflichtungen für ihn anstanden. Und da gute Laune experimentierfreudig macht, servierten wir dem Kleinen zum Mittag tatsächlich Nudeln. Wir wählten "Tortiglioni", da diese aus unserer Sicht gut für kleine Patschehände zu greifen sind.

 

Junior fackelte nicht lang und hatte ganz fix die erste Nudel in der Hand. Doch dann saugte er sehr stark an seiner Faust und wirkte unruhig. Und da fiel mir ein: Nachdem wir vom Spaziergang (von dem der kleine Sonnenschein einen Großteil schlafend verbrachte) wieder zu Hause angekommen waren, hatten wir noch gar nicht gestillt. Also ging es erstmal an meine Brust.

 

Kurz danach musste Junior dann sein Geschäft verrichten. Erst danach kehrten wir zum Esstisch zurück und versuchten es nochmal mit "Aktion Nudel". Der neugierige Entdecker griff recht geschickt nach den Nudeln und untersuchte mehrere mit dem Mund. Dabei landete auch etwas Pasta in diesem. Doch ein Großteil war ihm zu groß zum Schlucken und so würgte er diesen wieder heraus. Insgesamt landete vielleicht die Menge von ein bis zwei Nudeln in Juniors Bäuchlein. Doch das Matschen, Befühlen und Kosten bereitete dem Sohnemann Freude und genau darum geht es ja auch am Anfang beim "Baby-led Weaning".

 

Da der kleine Schatz heute insgesamt nur sehr kurz tagsüber schlief und quengelig war, entschieden wir uns gegen ein Essensangebot am Abend. Der übermüdete Junior musste dringend ins Bett und es hätte wenig Sinn ergeben, ihn mit neuen bzw. weiteren Sinneseindrücken zu konfrontieren.

 

Tag 9, 22.05.2017 - (Fast) Beikostpause

 

Heute waren wir beim Babyfrühstück und dort durfte der Kleine eine Gurkenscheibe probieren. Von dieser landete durch das neugierige Lutschen und Betasten aber nur sehr wenig in Mund und Magen. Da dann am Nachmittag Besuch kam und der Tag schon aufregend für den Sohnemann war, gab es heute auch am Abend kein Essangebot. Man könnte also den heutigen Tag als Beikostpause betrachten.

 

Ich hoffe wirklich, dass ich künftig auch an vollgepackten Tagen, Essensangebote für Junior schaffen kann. Wobei ich mir die Integration in den Alltag auch etwas leichter vorstelle, sobald er in einem Hochstuhl sitzen kann und wir alle gleichzeitig unsere Mahlzeit einnehmen (bitte sagt mir nicht, dass das ein Irrglaube ist).

 

Tag 10, 23.05.2017 - Iiiih, das schmeckt mir gar nicht

 

Papa Junior und ich wurden heute Zeugen einer Premiere: Dem kleinen Sonnenschein schmeckte es heute nicht. Sowohl zur Mittagszeit (da aber noch ohne Papa), als auch am Abend (und wie immer kurz nach einer kleinen Stillrunde) boten wir Gurke an. Diese wurde auch sofort interessiert befühlt. Allerdings fiel es dem Kleinen zunächst schwer, die Gurkenscheiben zum Mund zu führen. Die ungewohnte runde Form stellte wohl eine Herausforderung für ihn dar. Doch nach kurzer Zeit hatte der Junior den Bogen dann raus.

 

Kaum hatte er ein kleines Gurkenstück abgeknabbert, verzog er dann jedoch sein Gesicht. Irritiert kaute er kurz weiter. Doch dann war der Sohnemann sich sicher: "Mama, das schmeckt mir nicht." Und so landeten auch keine weiteren Gurkenstücken in seinem Mund. Er befühlte die Scheiben nun nur noch oder lutschte ein bisschen an diesen herum. Doch schon hierbei verzog er immer wieder sein Gesicht und schaute unzufrieden.

 

Am Abend boten wir erneut Gurke an - mit gleichem Ergebnis. Als Spielzeug wurden die grünen Scheiben ja noch akzeptiert, aber sobald Junior ihren Geschmack wahrnahm, war es mit der guten Laune vorbei und das Gesicht wurde zu einer Grimasse. Gurken scheinen seinen Gechmack also (noch?) nicht zu treffen.

 

Tag 11, 24.05.2017 - So viel Action (nur nicht beim Essen)

 

Heute war einfach so viel los und Juniors Schlafzeiten derart neben der Spur, dass ich nicht dazu kam, Essensangebote zu machen. Ich schäme mich ein bisschen und gelobe Besserung. Vermutlich hilft da nur eine bessere Planung der Mahlzeiten im Voraus. Wobei ich ohnehin vorhabe, bald richtige Mahlzeiten für uns alle zu kochen und dem Kleinen diese dann anzubieten. Der Vorteil ist klar: Da wir dann alle gemeinsam essen, muss ich nicht extra Zeit für Juniors Mahlzeiten freischaufeln. Und so kommen wir dann dem Gedanken des "Baby-led Weaning" auch ein großes Stück näher.

 

An dieser Stelle noch ein Literaturtipp: Ich habe nun endlich ein Buch zum Thema gefunden, dass mich komplett überzeugen konnte. Der Theorieteil ist derart angenehm und humorvoll geschrieben, dass das Lesen richtig Spaß gemacht hat. Außerdem bietet das Buch flotte und familientaugliche Rezepte (sogar Gerichte, die man einhändig zubereiten oder essen kann, werden vorgestellt - da merkt man doch, dass die Autorin selbst Mutter ist). Es handelt sich hierbei um das Buch "Breifrei: Baby-led-Weaning: Einmal kochen - alle essen mit"* von Tatje Bartig-Prang. 

 

Tag 12, 25.05.2017 - Die große Auswahl

 

Heute ist Christi Himmelfahrt und Papa Junior hat zwar frei, genießt aber zwei entspannte Tage mit dem besten Freund. Glücklicherweise ist meine Mama zur Unterstützung und als nette Gesprächspartnerin da. Erstmals bot ich Junior heute bereits zum Frühstück Beikost an. Es gab Bananenscheiben. Im Magen landete allerdings nichts vom süßen Obst. Voller Spaß zermanscht und untersucht wurde es aber.

 

Zum Mittag hatte der kleine Sonnenschein die Auswahl zwischen Nudeln und gekochten Karotten. Häufig ist es mittlerweile so, dass der Kleine schon nach dem Essen greift, bevor wir überhaupt richtig Platz genommen haben. So war es auch diesmal. Innerhalb von Sekunden hatten die Patschehändchen Karottenstick und Nudel geschnappt. Nach ein bisschen rumgemansche und zerdrücken der Leckereien, wurde dann die Karotte mit dem Mund untersucht. Und schwupps war ein großes Stück im Mund.

 

Heute machte Junior dann zum ersten Mal deutlich erkennbare Kaubewegungen und ich hatte den Eindruck, dass ein bisschen Karotte auch zerkleinert im Magen ankam. Er griff immer wieder im Wechsel nach weiteren Karottensticks und nach Nudeln. Er knabberte jedoch nur an den Karotten herum. Die Nudeln behielt der Sohnemann einfach in seiner Hand, bis sie dann irgendwann zu Boden fielen.

 

Das Würgen war heute wieder vorhanden, aber harmlos. Die Mahlzeit wurde heute recht plötzlich durch Juniors Neugier beendet. Denn er versuchte immer wieder, sich, während er auf meinem Schoß saß, auf seinen Bauch zu drehen. Er schaute sich aufgeregt überall um und entdeckte ständig Dinge, die er wesentlich spannender als das Essen fand. Wir beschlossen, keinen Druck auszuüben und diesem ausgeprägten Entdeckungstrieb nachzugeben.

 

Zum Abendessen gab es erneut Nudeln. Und nun waren diese ruck zuck im Mund und wurden mit dem zahnlosen Kiefer ordentlich zermalmt. Es scheint dem Kleinen gut geschmeckt zu haben, denn zügig schnappte er sich eine Nudel nach der anderen. Die tatsächlich verspeiste Menge schätzen wir insgesamt auf etwa eine Nudel. Als Junior wieder mit gewagten Drehmanövern auf meinem Schoß begann, wussten wir, dass es nun Zeit war, das Essen zu beenden.

 

 

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"Baby-led Weaning" - der entspannte Beikoststart?: Unsere erste Woche

Baby-led-Weaning - Fingerfood auf dem Boden
Fingerfood - aber nicht in den Fingern, sondern auf dem Boden verteilt.

Seit seiner Geburt wird Junior nach Bedarf gestillt. Da ist es für uns der nächste logische Schritt, ihn das Essen selbst entdecken zu lassen. Aus diesem Grund soll der Beikoststart bei uns breifrei und mit der Methode des "Baby-led Weaning" erfolgen. Auch nach ausgiebiger Lektüre von Büchern, Broschüren und Webseiten sowie vielen kritischen Fragen aus dem Umfeld ("Aber Babys haben doch schon immer Brei bekommen?!"), blieb unser Entschluss, es mal zu probieren.

 

In den nächsten Wochen schildere ich, wie diese Art der Beikosteinführung bei uns funktioniert, wie es uns dabei geht und was gut und auch nicht so gut geklappt hat.*

 

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Mein Buchtipp zum Baby-led Weaning: Der Ratgeber von Tatje Bartig-Prang rund um Theorie und Praxis. Besonders gelungen? Die vielen Rezepte & die fachlich fundierten, dabei aber locker-lässig niedergeschriebenen (wie das ganze Buch übrigens) Hinweise rund um die Bedenken und Kritik am alternativen Beikostweg (siehe ausführlichen Beitrag im ersten Teil meiner Babybibliothek).

 

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