Eingewöhnung in die Kita: Das ehrliche Tagebuch - Woche 2

Kleinkind sitzt im Morgenkreis auf dem Hof seiner Berliner Kita. Erfahrungen rund um die Eingewöhnungszeit in der Kita auf Patschehand.de
Ganz nach Juniors Geschmack: Der Morgenkreis fand zum Wochenauftakt einfach mal draußen statt

 

Es geht weiter: Wie auch in der letzten Woche berichte ich täglich über Juniors Eingewöhnung in die Kita. Nach einer gescheiterten ersten Trennung und meinen gesundheitlichen Problemen zum Wochenende freute ich mich auf den Neustart diese Woche. Erfahrt hier wie die zweite Woche in der Kita läuft. Und welche schönen Momente, aber auch Herausforderungen uns erwarten.*

 

Kita-Tag 5, der 20.08.2018: Neue Woche, neues Glück?!

 

Wer von euch Teil 1 gelesen hat oder mehr auf Instagram und facebook folgt (Wie, ihr folgt mir noch nicht? Dann wird es aber Zeit das ganz schnell zu ändern!), hat es ja mitbekommen: Der vergangene Freitag hatte es in sich. Milchstau und Migräne sind aber auch eine furchtbare Kombi! Vielen lieben Dank für eure lieben Wünsche! Auch eure Erfahrungen helfen mir übrigens bereits jetzt sehr weiter. Denn so kann ich mir immer wieder in Erinnerung rufen: Hab Geduld! Eine Kita-Eingewöhnung ist ein Prozess. Für alle Beteiligten.

 

An dieser Stelle also eine digitale, aber herzliche Umarmung an euch! 

 

Wie einige von euch vielleicht auch meiner heutigen Story entnommen haben, geschah letzte Nacht etwas Unglaubliches. Junior hat durchgeschlafen. Erstmals seit seiner Geburt im Oktober 2016 vor auf den Tag genau 22 Monaten. Natürlich wurde ich mitten in der Nacht wach und musste erstmal checken, ob es meinem kleinen Schatz denn auch gut geht. Sowas macht er ja schließlich sonst nicht. Allerdings gebe ich zu: Wäre kein Problem für mich, wenn unsere Nächte künftig häufiger ablaufen wie die letzte. 

 

 

Insta-Story von Patschehand.de rund um das Leben als Mama mit Kleinkind.
Ja, derartige Meilensteine müssen digital zelebriert werden. So sieht meine heutige Social-Media-Story aus ;)

 

Dafür brauchte ich heute aber auch keinen Wecker. Denn um Punkt 06.00 Uhr weckte mich ein nach mir rufender Junior. Nach einem Schluck Milch fiel ihm dann ein, dass es doch heute in die Kita geht. Endlich hatte ich dann nach zwei für ihn enttäuschenden Neins der vergangenen Wochenendtage ein "Ja, heute geht es in die Kita" parat. "Yippie" sagend und im Flur Hüpfversuche (die Füße bleiben bisher noch am Boden) unternehmend, freute sich mein plötzlich hellwaches Kleinkind. Und ich mich natürlich mit.  

 

Obwohl theoretisch ja lange Zeit war bis zur geplanten Ankunft in der Kita um 09.00 Uhr, kamen wir heute erst um 09.15 Uhr an. Zwischen Theorie und Praxis liegen im Leben mit Kind eben manchmal Welten. Oder zwei Frühstücke, zwei Töpfchenbesuche, ein Outfitwechsel, spannendes Spielzeug, ein paar Tränen und viele kleine Unfälle. 

 

Juniors Laune war erneut ausgezeichnet. Doch auch heute verließ er nach dem Anziehen der Hausschuhe die Garderobe nicht ohne mich. Zusammen ging es also in den großen Spielraum. Hier brauchte Junior heute einen Moment um aufzutauen. Während ich bereits auf meinem Stuhl saß, hielt sich Junior an meinem Bein fest und beobachtete interessiert die anderen Kinder. Nach wenigen Minuten ging es dann aber doch los in Richtung Spielküche. 

 

Vertieft ins Spiel wirke Junior entspannt. Allerdings bemerkte ich, wie er sich immer wieder bei mir rückversicherte. Auch meine Nähe wurde heute zu Wochenbeginn häufiger gesucht. Dies änderte sich erst dann, als es nach dem Aufräumen des Spielbereichs raus an die frische Luft ging. Wie ihr wisst gefällt Junior dieser Tagesordnungspunkt besonders gut. Doch heute kam es noch besser für den Kleinen. Bevor es ab in den Sandkasten oder zur großen Hoferkundung ging, fand nämlich der Morgenkreis statt. Klar, dass Junior nur allzu gern auf seinem Kissen Platz nahm. 

 

Voller Begeisterung meldete Junior Musikwünsche an, tanzte mit und ahmte schon erste kleine Choreografien zu den Liedern nach. "Noch eine Lied, Mama!" war dann auch Juniors Bitte zum Schluss. Doch da musste ich ihn auf später bzw. den nächsten Morgenkreis vertrösten. Wie gut, dass das anschließende Bewegungsspiel die Stimmung ganz schnell wieder verbesserte. Junior verstand zwar nicht wirklich die Regeln. Doch wenn die anderen Kinder umherflitzen, kann er das ja wohl auch.

 

Danach ging es dann in den Sandkasten bzw. immer dorthin wo gerade viele der anderen Kinder sich versammelten. Bis die Müdigkeit sich langsam zeigte, entfernte sich Junior dabei auch häufig und für längere Zeit von mir. Leider patschte Junior in den letzten Minuten unseres heutigen Kita-Tages noch einigen anderen Kindern unsanft ins Gesicht. Meine ernsten Ansprachen halfen nur wenig in diesem Zustand der Erschöpfung. Und so ging es flott ab nach Hause als es für die übrigen Kita-Kinder hieß: Rein zum Mittagessen bitte! 

 

Optimistisch nach einem guten Wochenbeginn läuft die morgige Trennung hoffentlich besser? Wir werden es sehen ...

 

Kommt gut durch diesen (in Berlin zumindest) wolkigen Montag!

 

Kita-Tag 6, der 21.08.2018: Mama staunt!

Kleinkind Hand in Hand mit Kita-Erzieherin während der Eingewöhnung.
Es ist nicht Mamas Hand, die Junior hier festhält ... So langsam weiß ich was andere Mamas meinen, wenn es ums Loslassen geht.

 

Bevor ihr fragt: Natürlich hat Junior nicht erneut durchgeschlafen. Immerhin war die letzte Nacht aber insgesamt ganz in Ordnung. Worauf ihr aber wohl alle wirklich wartet ist sicherlich der Verlauf des heutigen Kita-Tages. Immerhin stand ja Trennung zwei auf dem Plan!

 

Am gestrigen Abend hatte ich mich noch einmal kurz damit befasst, wie eine Eingewöhnung gut gelingen kann. Klar, dass war alles nicht gänzlich neu für mich. Und doch las ich die Tipps und Hinweise nach einigen Tagen im Kita-Trubel ganz anders als zuvor. Es ist eben ein riesiger Unterschied, ob man eine Situation nur aus der Theorie kennt. Oder sie gerade selbst erlebt.

 

Natürlich kam ich auch ins Grübeln. War ich in den letzten Tagen noch zu aktiv? Klar, ich habe mich versucht soweit wie möglich auszuklinken. Doch reichte das? Hatte Junior überhaupt die Chance bereits Vertrauen zu seiner Bezugserzieherin aufzubauen? Vermutlich wäre es besser, die Trennung noch ein paar Tage später anzugehen. Mit diesem Gedanken ging ich ins Bett. Mit diesem Gedanken erwachte ich heute früh.

 

Nach fünf Tagen Kita haben sich bereits kleine Routinen eingeschlichen. Dies gilt auch für die Zeit vor dem Aufbruch von Zuhause. Soll heißen: Mittlerweile geht mir alles etwas leichter von der Hand. Manchmal komme ich sogar geduscht, geschminkt und frisiert in der Kita an. Und dann auch noch mit Kind ;)

 

Auch heute freute sich Junior wieder auf die Kita. Wobei er mir noch erzählte, dass seine Erzieherin ihn ja kürzlich auf dem Arm durch die Räume trug: "Erzieherin Arm. Mama weg. Junior weint." Eine Art Dialog begann. Der damit endete, dass ich Junior erklärte, dass Mamas Abwesenheit zur Kita dazugehört. Erst kürzer, dann länger. Und das dann seine Erzieherin für ihn da ist. Die anderen Kinder spielen gern mit ihm und bei Problemen sagt er dann Bescheid. "Ist das okay für dich, Junior?" "Ja!" Nun setzte sich mein aufgeregtes Kleinkind auf meinem Schoß. Zum Nuckeln an meinem Finger. So richtig sicher wie viel Junior von meinen Aussagen verstanden hatte war ich mir nicht. Und doch war ich erstaunt über diese klare Kommunikation.

 

Heute ging es wieder mit Buggy zur Einrichtung. Junior saß auch noch in Selbigem als uns seine lächelnde Bezugserzieherin die Tür öffnete. Sonst ging ich nach der kurzen Begrüßung an der Tür mit Junior erstmal den Buggy ins Untergeschoss bringen. Doch heute dachte ich mir: Warum sollte ich Junior nicht fragen, ob er gleich in die Kita möchte? Kurz erklärte ich meinem kleinen Schatz, dass er jetzt gern schon mit seiner Erzieherin in die Garderobe und anschließend zum Spielen gehen könne. Ich brächte derweil den Buggy weg und käme dann nach dem Anziehen der Hausschuhe nach. Junior stimmte zu. Na dann bis gleich!

 

In der Garderobe angekommen, empfing mich wenige Augenblicke später die Kitaleitung. Sie erkundigte sich zunächst nach meinem Befinden nach dem unschönen Wochenausklang. Dann besprach sie mit mir das weitere Vorgehen. Sie schlug vor, dass ich einfach in der Garderobe warten solle, solange Junior entspannt ist bzw. sich schnell beruhigen lässt. Wobei als Maximum 30 Minuten angesetzt wurden. Schließlich sagte ich ja, dass ich gleich wiederkäme. Und dieses Versprechen ist zu halten. Insbesondere während einer so sensiblen Phase wie der Eingewöhnung. Zustimmend nickte ich. Nun hieß es also erstmal: Warten.

 

Schon nach kurzer Zeit horchte ich auf: Weinte da nicht gerade mein Junior? Oder bin ich nun plötzlich wieder Opfer des fiesen Phantom-Weinens (Eltern denken ihr Baby scheit, obwohl es das nicht tut), was viele von euch sicher auch noch aus der Babyzeit kennen? Kaum hatte ich über diese Frage nachgedacht, war das Weinen auch wieder verstummt. Einatmen. Ausatmen. Entspannt bleiben. Gar nicht so einfach!

 

Anscheinend war meine Anspannung wahrnehmbar. Und so meldete mir ein Erzieher aus dem Spielbereich zurück, dass mein Kind gerade sehr glücklich beim Toben zugange sei. Im kurzen Gespräch mit ihm und der Kitaleitung ging es außerdem um meine Bedenken des Vortages. Beide bestärkten und beruhigten mich. Mein Verhalten sei vollkommen in Ordnung gewesen. Völlige Passivität könne nicht das Ziel sein und sei auch nicht gemeint. Denn das Vertrauen in die neue Umgebung und Bezugsperson entsteht eben zunächst gemeinsam mit Mama oder Papa. Nach dem Gespräch ging es mir nochmal deutlich besser.

 

Zack - die halbe Stunde war um. Junior war mit anderen Kindern im Aktivitätsbereich am Klettern, Rennen und Quatsch machen als ich mich aus meinem Standby-Modus verabschiedete. Er war so ins Spiel vertieft, dass er mich zunächst nicht einmal bemerkte. Bald suchte er dann aber wieder meine Nähe. Auffällig war jedoch: Junior benötigte nur kurze Zeit zum Auftanken bei mir. Außerdem suchte er immer wieder in Situationen, die er nicht recht einordnen konnte, den Blick bzw. die Nähe der Erzieherin. Dies blieb den restlichen Vormittag auch so. Ach: Junior weinte übrigens tatsächlich kurz. Er war auf einen Baustein gefallen beim Toben. Doch die Erzieherin schaffte es den aufgebrachten Junior zu beruhigen. Wundervoll!

 

Als Junior dann vor dem Rausgehen auf den Hof auch noch den Morgenkreis allein meisterte, staunte ich nur umso mehr. Der Kleine meldete auch gleich Musikwünsche an und beteiligte sich an den bewegungsreichen Liedern. Nach einem erneuten Express-Auftanken bei Mama ging es dann zur Garderobe. Nachdem seine Erzieherin ihm beim Umziehen geholfen hatte, merkte ich jedoch deutlich: Hier ist einer ziemlich erledigt. Die letzten Minuten dieses sehr aufregenden, aber erfolgreichen Vormittags verliefen also dann wieder etwas kuschliger.

 

Als es mit den anderen Kindern dann abschließend wieder in die Kita ging, rief Junior nach seiner Erzieherin. Sie kam und sagte ihm, dass sie zusammen rein gehen können. Junior griff ihre Hand. Und so liefen Hand in Hand mein Junior und seine Erzieherin. Mein Herz wurde in diesem Moment kurz ganz schwer. Fürs Loslassen bin wohl nicht gemacht! Doch dann freute ich mich. Darüber, dass Junior da anscheinend einen weiteren Menschen ganz langsam in sein kleines Herz lässt.

 

Immer noch staunend über diesen enormen Fortschritt heute, wünsche ich euch eine erholsame Nacht!

 

Kleiner Exkurs: Buchtipp rund um die Suche nach & den Start in der Betreuungseinrichtung

 

Und hier noch ein klasse Buchtipp für alle Eltern (in meiner Babybibliothek gibt es übrigens noch mehr davon), die noch auf der Suche nach einer liebevollen Kinderbetreuung sind bzw. Fachwissen für einen gelungenen Start in dieser wünschen:

 

Kita, Krippe, Tagesmutter: Die beste Betreuung für glückliche Kinder und entspannte Eltern*

 

Aylin Lenbet ist es gelungen, einen Ratgeber zum Thema Kinderbetreuung zu verfassen, der nicht belehrt oder bewertet. Was bei diesem sensiblen und teilweise gar heiklen Thema schon eine Leistung ist. 

 

Fachlich fundiert stellt die Autorin die verschiedenen Betreuungsformen und pädagogischen Konzepte dar, erklärt was bei der Eingewöhnung wichtig ist und lässt immer wieder Eltern mit ihren Erfahrungen zu Wort kommen. Der Ratgeber* begleitet bei der Suche nach der richtigen Einrichtung und hilft beim Abwägungsprozess. Toll finde ich, dass die Autorin Familien darin bestärkt, ihren eigenen individuellen Weg zu gehen. 

 

Besonders spannend fand ich übrigens den Blick über die Landesgrenze hinaus in andere Nationen. Wie sieht es in Frankreich, Schweden oder Japan mit der Kinderbetreuung aus?

 

Kita-Tag 7, der 22.08.2018: Nur Geduld, Mama ...

 

Die zurückliegende Nacht war anstrengend. Wieder einmal. Wobei Junior diesmal wohl nicht die Aufregung, sondern viel mehr ein Schnupfen mit Husten zu schaffen machte. Da der Kleine nach dem Aufwachen jedoch bis auf müdigkeitsbedingte Übellaunigkeit keine weiteren Auffälligkeiten zeigte, ging es heute wieder in die Kita.

 

Der gestrige Tag ließ mich geradezu euphorisch in diesen Kita-Tag starten. Und es ging ja auch ganz gut los. Heute brachte ich mit Junior gemeinsam wieder den Buggy ins Untergeschoss. Dann ging es gemeinsam in die Garderobe der Kita zum Umziehen. 

 

Juniors Bezugserzieherin begrüßte uns als die Hausschuhe gerade angezogen waren. Sie fragte ihn, ob er mit ihr in den Spielbereich gehen möchte. "Ja!" Nun erklärte sie kurz, dass Mama dann erstmal nicht mitkommt. An dieser Stelle hakte ich ein. "Du kannst mit deiner Erzieherin spielen gehen. Mama kommt dann später dazu, okay?" "Mama mitkommen!" entgegnete Junior. "Nein, Junior. Mama kommt später. Solange passt deine Erzieherin auf dich auf." Das schien in Ordnung für ihn zu sein. An der Hand seiner Erzieherin lief Junior nun nach hinten in den großen Spielbereich. 

 

Nach fünf Minuten im Standby-Modus in der Garderobe dachte ich mir "Läuft ja wieder wie am Schnürchen heute!". Doch kaum hatte ich meine Lektüre aufgeblättert, hörte ich mein Kleinkind verzweifelt nach "Maaaaammmiii" schreien. Vorbei war es mit meiner Gelassenheit. Wobei ein Funke Optimismus in mir loderte. Vielleicht kann die Erzieherin Junior beruhigen? Wenige Minuten später war dieser Funke erloschen. Ein vollkommen fertiges, erschöpft weinendes Kleinkind hatte auf meinem Schoß Platz genommen. Und wollte beruhigt werden.

 

Was war passiert? War Junior gestürzt oder gab es einen Streit mit einem anderen Kind? Die Erzieherin klärte mich auf. Nichts war passiert. Junior wollte einfach zu mir. Zu seiner Mama. Ich war verwirrt. Warum lief die Trennung gestern derart erfolgreich ab wohingegen heute nach fünf Minuten der Abbruch stattfand? "Für die Kleinen ist eben nicht jeder Tag gleich. Das ist bei uns ja auch so. Aber das wird." tröstete mich einfühlsam die Erzieherin. 

 

Vielleicht fühlte sich Junior heute auch einfach nicht fit genug für die Trennung von Mama? Machte ihm der Schnupfen doch stärker zu schaffen als ich angenommen hatte?

 

Obwohl mein kleiner Schatz sich schnell bei mir beruhigte und auch wieder aktiv den Kontakt mit seiner Bezugserzieherin sowie den anderen Kindern suchte, schien er müde zu sein. Der Morgenkreis bot noch genug Spaß für Junior, um sich aktiv zu beteiligen. Doch danach war für heute die Luft raus

 

Etwas lustlos beschäftigte Junior sich im Spielbereich mit verschiedenen Dingen. Doch mit jeder weiteren Minute wurde er dünnhäutiger. Einige Male musste ich eingreifen bzw. ihn daran hindern, den anderen Kindern an den Haaren zu ziehen oder sie zu kratzen. Hier brauchte einer ganz dringend Ruhe! 

 

Nach diesem eher frustrierenden Vormittag zerrte auch der restliche Tag mit Junior an meinen Nerven. Eine ruhige Nacht käme da sehr gelegen. Doch irgendwie ahne ich bereits, dass mir eine solche auch heute nicht vergönnt sein wird. 

 

Mit der Bitte um gedrückte Daumen, dass Junior flott wieder fit ist, wünsche ich euch einen angenehmen Abend! 

 

Kita-Tag 8, der 23.08.2018: Meine anhängliche Schniefnase

 

Heute früh kam etwas Stress auf, da Junior so gar keine Lust hatte vor um acht aufzustehen. Verständlich nach der Nacht! Junior hustet nun nicht mehr nur vermehrt in den Abend- und Nachtstunden. On top quält ihn noch eine wahlweise verstopfte oder eben laufende Schniefnase. Von Fieber oder weiteren Beschwerden keine Spur. Auf in die Kita oder wie Junior seit kurzem gern mit großer Handbewegung sagt: "Abmarsch!"

 

Im Gespräch mit Juniors Bezugserzieherin entschieden wir heute: Frühestens am Dienstag findet der nächste Trennungsversuch statt. Sonst besteht die Gefahr, dass Junior das Vertrauen verliert und wir uns durch zu viel Eile selbst Steine in den Weg legen. Der Plan: So oft es geht halte ich mich raus, damit Junior eine immer stärkere Beziehung zu seiner Erzieherin aufbauen kann. Das klappt aus meiner Sicht mittlerweile auch schon richtig gut. Insbesondere den Morgenkreis, aus dem ich mich mittlerweile gänzlich zurückgezogen habe, genießt Junior sehr an der Seite der sympathischen jungen Frau. 

 

Etwas Sorge bereitete mir heute erneut Juniors Verhalten gegenüber einigen anderen Kindern. Da wurde unsanft ins Gesicht gepatscht, Hüte flogen von den Köpfen und es wurde gehauen. Natürlich griffen entweder das Fachpersonal oder ich in diesen Situationen ein. Doch auch wenn ich weiß, dass Juniors Verhalten wohl unter normales kleinkindliches Verhalten fällt, fühle ich mich in diesen Situationen häufig wie die, die "ihr Kind nicht im Griff hat". Kennt ihr dieses unschöne Gefühl?

 

Auffällig ist derzeit, dass mein kleiner gesundheitlich nicht ganz fitter Schatz viel kuscheln möchte. Einfach anhänglicher ist. Die Abenteuerlust in ihm läuft gerade wohl eher mit angezogener Handbremse. Doch uns Großen geht es im Krankheitsfalle ja kaum anders. Und so lautet das Motto im Hause Patschehand derzeit: Entspannter durch den Tag durch Ruhepausen und keine weiteren festen Termine & Verpflichtungen. 

 

Langsam ernährt sich das Eichhörnchen. In diesem Sinne wünsche ich euch einen wunderbaren, vielleicht letzten heißen (?) Sommertag! 

 

Kita-Tag 9, der 24.08.2018: Mit gemischten Gefühlen ins Wochenende

 

Ja, ich weiß es ja selbst. Eigentlich. Vergleiche sind selten sinnvoll. Dafür hinterlassen sie umso häufiger schlechte Gefühle und werfen Fragen auf. Theoretisches Wissen schützt jedoch nicht vor dem wahren Leben mit all seinen Gedanken. Die dann eben manchmal auch nicht vor Vergleichen halt machen ...

 

Heute stand also Tag 9 der Kita-Eingewöhnung an. Vielleicht auch weil heute kein Trennungsversuch geplant war, kam heute keine große Lust bei mir auf einen weiteren Tag auf meinem Stammplatz und als Juniors sicherer Hafen auf. Versteht mich bitte nicht falsch: Ich bin sehr bemüht darum meine Geduld nicht zu verlieren. Und gern begleite ich mein Kleinkind auch bei diesem aufregend-aufwühlenden Prozess der Kita-EIngewöhnung. Doch derzeit fällt es mir einfach unglaublich schwer die kleinen Fortschritte zu würdigen. Die es zweifellos gibt.

 

Ja, Junior baut langsam eine Beziehung zu seiner Bezugserzieherin auf. Doch sei es durch das Schnupfennäschen oder einen anderen, mir derzeit unbekannten, Grund: Junior sucht sehr häufig den Kontakt zu mir. Passiv im Hintergrund? Das bin ich deutlich seltener als gedacht. Und während ich so meinen trüben Gedanken am heutigen Kita-Tag nachhing, flitzte plötzlich dieses drei Monate jüngere Kleinkind in mein Sichtfeld.

 

Der Kleine erlebte heute seinen zweiten Tag in der Kita. Und flitzte voller Freude und Negierde durch die Räume. Wenn er nicht gerade tobte, spielte er zufrieden vor sich hin. Seine Mama war die Passivität in Person. Sie sprach mich bald auch an. Während ich gerade mal wieder einen kuschelbedürftigen Junior auf meinem Schoß hatte natürlich. "Und wie viele Tage seit ihr schon dabei?" Ihre entgleisenden Gesichtszüge bei "Heute ist Tag neun für uns" registrierte ich natürlich.

 

Dabei empfinde ich diese Zahl nun weder als entsetzlich hoch noch als besonders außergewöhnlich. Den Eindruck die ganze Eingewöhnungs-Nummer gerade ordentlich zu vergeigen, gewinne ich erst im Vergleich mit anderen Kindern bzw. Eltern. Womit ich also wieder am Anfang meines heutigen Berichts wäre: Vergleiche sind eine voll beknackte Sache. Vor allem im Leben mit Kindern.

 

Und als wäre meine Stimmung heute nicht schon ohnehin eher so semi gewesen, kam dann noch beiläufig die Info, dass Juniors Bezugserzieherin ab nächste Woche Dienstag dann vier Tage Urlaub genießt. Es sei ihr von Herzen gegönnt. Doch das Timing lässt dann irgendwie sehr zu wünschen übrig. Nicht zuletzt, da wir Eltern ja auch einen Hinweis bekamen, dass in der Eingewöhnungszeit weder Urlaub noch längere Fehlzeiten unsererseits geplant werden sollten. Erschien uns total logisch. Tut es übrigens immer noch. Also warum jetzt, nicht mal zwei Wochen nach unserem Kita-Start, dann das?

 

Klar das ich mich nun frage, wie die Kita-Tage nächste Woche ohne Bezugserzieherin ablaufen. Ist ein Trennungsversuch während ihrer Abwesenheit überhaupt sinnvoll? Oder sollte ich die nächste Woche viel mehr als extra Zeit für Junior betrachten, sich in der Kita einzuleben? Ich fürchte da hilft nur eines: Abwarten und die nächste Woche auf mich - oder viel mehr uns - zukommen lassen.

 

Der heutige Kita-Tag verlief dem gestrigen übrigens sehr ähnlich. Mal abgesehen von meiner Übellaunigkeit. 

 

Mit gemischten Gefühlen geht nach fast zwei Eingewöhnungswochen also ins Wochenende!

 

Was auch immer ihr vorhabt: Versucht auch mal die Füße hochzulegen ;)

 

Eure Jana

 

Wie es weitergeht in Sachen Juniors Eingewöhnung? Das erfahrt ihr hier!

 

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Kommentare: 1
  • #1

    jette (Sonntag, 26 August 2018 12:53)

    bin tatol begeistert von deinen täglichen Berichten- Kopf hoch - alles wird gut- der Zwerg wird es meistern ;-)))
    bin schon gespannt auf Woche 3
    ganz liebe Grüße