Unser erster Urlaub mit Baby - Teil 1: Ich packe meinen Koffer ...

Unumgänglich: Vor dem Reisespaß ist eine Menge zu erledigen. Das Reisegepäck fürs Baby hat natürlich oberste Priorität. Doch mit Bekleidung und Stoffwindeln ist noch längst nicht an alles Wichtige gedacht.
Unumgänglich: Vor dem Reisespaß ist eine Menge zu erledigen. Das Reisegepäck fürs Baby hat natürlich oberste Priorität. Doch mit Bekleidung und Stoffwindeln ist noch längst nicht an alles Wichtige gedacht.

Hinweis: Mit Teil eins und zwei unserer Urlaubserfahrungen bin ich Teil der Blogparade "Euer Urlaub mit Baby" auf dem Blogazin "Mamas Daily".

 

Nach monatelanger Vorfreude war es Mitte Juni endlich soweit: Wir erlebten unseren ersten Urlaub mit Junior. In Karlshagen auf Usedom haben wir es uns, mit einem befreundeten Paar und ihren zwei Kindern, sieben Tage lang im gemieteten Ferienhaus gut gehen lassen. Doch bevor wir den Alltag entspannt hinter uns lassen konnten, waren natürlich einige Vorbereitungen im Vorfeld der Reise zu treffen. 

 

Zum Packstress gesellten sich dann noch einige Sorgen und Fragen, die mir die Tage vor der Reise pausenlos durch den Kopf gingen. Welche Beschäftigung bieten wir unserem Baby bei der, vergleichsweise etwas längeren, Autofahrt? Wie wird Junior in der fremden Umgebung schlafen? Wie werden "Baby-led-Weaning" und Windelfreiheit auf Reisen funktionieren? Wird Junior mit den älteren Kindern zurecht kommen? Wie wird der erste Urlaub für uns als Eltern?

 

Erfahrt in diesem Beitrag, welche Gedanken ich mir im Vorfeld der Reise gemacht habe, und wie das erste Mal Packen für den Urlaub mit Baby lief. Als Download biete ich euch für euren entspannten Start in den Urlaub mit "Patschehands Packliste" außerdem eine praktische Liste, was im Urlaub mit Baby, meiner Ansicht nach, ins Gepäck gehört. Ihr findet die Liste einmal im Word-Format (da ihr hier einfach mit einem Klick abhaken könnt, was ihr schon eingepackt habt) sowie im PDF-Format. Und nun viel Spaß beim Lesen und ggf. Packen!*

 

 

Bald gehts los oder: Die To-Do-Liste für Mama wächst

 

So ein Urlaub ist, sicher nicht nur für mich, ein Ereignis, dem ich stets mit großer Vorfreude entgegenblicke. Eine Auszeit ist schließlich eine feine Sache und man kommt endlich mal zu all den herrlichen Dingen, die im stressigen Alltag häufig zu kurz kommen: Ausschlafen, ausgiebige Gespräche mit dem Partner und einfach mal entspannt in den Tag hinein leben sind elementare Bestandteile unserer Reisen - gewesen. Denn was im kinderlosen Leben einen schönen Urlaub für uns ausmachte, wird für Eltern eines kleinen Babys wohl kaum möglich sein. 

 

Und so beschäftigte mich vor der Mini-Alltagsflucht wiederholt die Frage, ob sich bei Papa Junior und mir überhaupt so etwas wie ein Urlaubsgefühl einstellen wird. Geht der Babyalltag auch auf Reisen nicht einfach weiter? Nur eben an einem anderen Ort und mit der Erwartung im Hinterkopf, dass das jetzt eine ganz tolle Zeit werden muss? 

 

Allzu viel Zeit, darüber nachzudenken hatte ich allerdings im Vorfeld unseres Urlaubs nicht. Eine, je näher der Anreisetag rückte, stetig wachsende To-Do-Liste wartete darauf, von mir abgearbeitet zu werden. Diese ellenlange Liste enthielt nicht nur Erinnerungen daran, was beim Urlaub mit Baby unbedingt ins Gepäck gehört, sondern auch knappe Anweisungen wie "Baby-Sonencreme kaufen" oder "Juniors Wäsche waschen". Mitunter steckte jedoch auch in solch knappen Erinnerungen an wichtige Aufgaben ein größerer Aufwand, als zunächst erkennbar ist. 

 

Denn ich kaufe als Friedrichshainer Bio-Öko-Klischee-Mama natürlich nicht einfach in der Drogerie irgendeine Sonnencreme für meinen größten Schatz. Erst nach aufwendiger Recherche, welche Produkte bei "Öko-Test" und "Stiftung Warentest" überzeugen konnten, sah ich mich in der Lage, meine Auswahl zu treffen. Und um ganz auf Nummer sicher zu gehen, habe ich den Creme-Barcode natürlich nochmal im Geschäft eingescannt und das Produkt mit der "Codecheck-App" auf bedenkliche Inhaltsstoffe geprüft.

 

Die Besorgungen, welche in den Tagen vor unserem Urlaub, zu machen waren, nutzte ich für ganz neue Strecken für die täglichen Spaziergänge mit Junior. Bei den Touren durch den schönen Bezirk Friedrichshain gab es jede Menge zu entdecken. Und ab und an wich ich auch kurz von meinem eigentlichen Ausflugsziel ab, um in einem schönen Geschäft zu stöbern oder mir eine leckere Stärkung zu gönnen. Warte also nicht auf mich, After-Baby-Body (hier geht es übrigens zu meinem Beitrag rund um den Figurdruck, dem Mütter ausgesetzt sind), ich komme später. Vielleicht.

 

Am Schönsten war der der spontane Abstecher in einen Buchladen, der auch für die Kleinsten eine wunderbare Auswahl bot. Mit drei neuen Büchern für Junior im Gepäck (er hatte bis dahin nur ein Knisterbuch uns somit war es an der Zeit, hier aufzustocken), kaufte ich mir noch ein Stück Schokokuchen direkt nebenan. Danach habe ich dann, bestens gelaunt, die Hauptmission fortgesetzt.

 

 

Viel Charme und eine tolle Auswahl schon für die Kleinsten. Da ist es nicht verwunderlich, dass ich den Laden mit drei Büchern für Junior verließ.
Viel Charme und eine tolle Auswahl schon für die Kleinsten. Da ist es nicht verwunderlich, dass ich den Laden mit drei Büchern für Junior verließ.
Und danach noch ein Stück Schokokuchen in der "Crêperie". Das Leben kann so schön sein!
Und danach noch ein Stück Schokokuchen in der "Crêperie". Das Leben kann so schön sein!

 

Nun gehörten die Einkäufe von verschiedenstem Reiseequipment oder das Abarbeiten von Wäschebergen, aus meiner Sicht, noch zu den angenehmeren Vorbereitungen. Gar nicht spaßig finde ich hingegen das Packen selbst (das war aber bereits vor Juniors Geburt der Fall). Während ich früher Ewigkeiten brauchte, um auszuwählen, welche Teile meiner Garderobe es in den Koffer schaffen und immer viel zu viel einpackte (eben für jede Eventualität und jeden Anlass gerüstet), war diesmal alles anders.

 

Was muss ins Gepäck fürs Baby?

 

Bevor ich überhaupt darüber nachdachte, was ich mitnehme, war nämlich Juniors Gepäck an der Reihe. Ich versuchte systematisch vorzugehen. Zuerst checkte ich mithilfe meiner Wetterapp die Vorhersage für den Reisezeitraum. Die Prognose sagte wechselhaftes und nicht unbedingt sommerliches Wetter voraus. Also beschloss ich, für Junior nur eine kurze Hose sowie ein Sommerhemdchen einzupacken, falls auf Usedom wider Erwarten doch Hochsommer ausbrechen sollte. 

 

 

Sonst hielt ich mich ans Zwiebelprinzip: Ich packte Kleidungsstücke ein, die sich gut kombinieren lassen und einfach um eine Schicht erweiterbar bzw. reduzierbar sind. So erhoffte ich mir, schnell und ohne großen Aufwand auf das wechselhafte Wetter sowie Juniors Wärme- und Kälteempfinden reagieren zu können. Ich packte also keine Bodys und Strampler, sondern T-Shirts, Strickjacken (ohne Kapuze - wer hat nur Strickjacken mit Kapuze für kleine Babys erfunden?), dünne Langarmshirts und Hosen ein.

 

Windelfrei und mit Baby-led Weaning auf Reisen?

 

Wie schon häufiger erwähnt, sind wir Windelfrei unterwegs (hier geht es zu meinem Erfahrungsbericht & einigen Tipps zu Windelfrei). Nun fragte ich mich, wie sich das im Urlaub umsetzen lässt. Da Junior sich bisher immer auch unterwegs und somit außerhalb der gewohnten Umgebung abhalten ließ, war ich für den Urlaub recht optimistisch. Jedoch befanden wir vor unserem Urlaub seit mehreren Wochen in einer Phase, in der wieder mehr daneben ging. 

 

Junior ließ sich häufiger nicht abhalten bzw. zeigte uns, dass er nicht möchte. Wir akzeptierten seinen Willen natürlich und versuchten es, wenn er sich dann wenige Augenblicke nach dem Abhalteversuch erleichtert hatte, positiv zu sehen: Hey, unser Gefühl war richtig. Der Kleine musste wirklich mal. Dadurch war ich etwas besorgt, ob wir mit unserem Vorrat an Backups im Urlaub hinkommen werden. Denn Unfälle im Ferienhaus, vor allem wenn es um das große Geschäft geht, wollte ich doch gern vermeiden. 

 

Zu meiner Entspannung trug der Kauf eines Reisewaschmittels kurz vor dem Urlaub bei, da ich mir dachte: Die Windeln und Einlagen der Trainerhosen sind sicher auch flott per Handwäsche sauber zu kriegen, sofern mal etwas daneben ging. Und wenn es so gar nicht mit dem Abhalten klappt, dann haben wir in den sieben Tagen eben mehr zu waschen. Und so packte ich also unsere zehn Stoffwindeln sowie die zwei Trainerhosen mit Einlagen in eine extra Tasche, die damit auch schon fast voll war.

 

Eingermaßen entspannt (für meine Verhältnisse) war ich auch beim Thema Beikost. Dadurch, dass wir ja noch immer und nicht gerade selten stillen, habe ich mir seit der breifreien Beikosteinführung nie viele Gedanken darüber gemacht, wie groß die von Junior verspeisten Mengen sind. So locker wollte ich das Thema auch im Urlaub angehen: Wenn der Kleine unsere Essangebote annimmt, dann ist das natürlich schön. 

 

 

Wenn nicht, ist es aber auch kein Drama. Er wird schon nicht hungern und das einfordern, was er braucht. Da wir ein Ferienhaus gemietet haben, war ich auch unbesorgt bezüglich einer gesunden und babytauglichen Speisenauswahl. Schließlich hatten wir die Mahlzeitenzubereitung bzw. Auswahl zweimal täglich selbst in der Hand und ich war mir sicher, dass wir beim gebuchten Frühstücksbuffet in der Ferienhausanlage auch Leckereien für Junior finden würden. Bis auf Proviant für die Anreise mussten wir, rund um das Thema Beikost, also nichts weiter einpacken.

 

Der erste Urlaub mit Baby: Kleidung und Stoffwindeln sind erst der Anfang ...

*  

 

Meine Empfehlung für ein sicheres Familienbett - auch auf Reisen. Junior hatte mit knapp acht Monaten noch gar keine Lust aufs Reisebett und schlief mit bei Mama und Papa im Familienbett. Aber die wollen ja auch mal eine Sekunde Urlaub haben. Damit die Sicherheit trotzdem gewährleistet ist, hilft ein Bettgitter.

*

 

Ich liebe unseren Buggy von "Quinny". Wir hatten das große Glück, das Vorgängermodell gebraucht von Freunden geschenkt zu bekommen. Das schicke Teil ist wendig, leicht und einfach zusammen gebaut und im Auto verstaut. Also perfekt für die Reise!


 

 

Neben der Garderobe und den Stoffwindeln gab es allerdings noch eine Menge weiterer Dinge, die ins Urlaubsgepäck fürs Baby mussten. Angefangen bei einer kleinen Reiseapotheke, falls Junior mal ein Wehwehchen plagen sollte, über das "Beauty and Nails"-Equipment (Babyhaarbürste, Nagelschere und Feile, Babywaschgel, Waschlappen, Öl ...), Spielsachen und Bücher bis hin zu Babytrage und Buggy*.

 

Nicht zu vergessen sind außerdem die Dinge, die für Juniors Sicherheit sorgen bzw. und Eltern das Gefühl von dieser vermitteln: Bettgitter* (wir glaubten einfach nicht daran, dass Junior im Urlaub plötzlich im eigenen Reisebettchen schläft und sein geliebtes Familienbett aufgibt) und Video-Babyphone mussten also auch noch mit.

 

Erst kurz vor der Abfahrt fiel mir dann ein, dass es besser wäre, wenn wir Juniors gelbes Untersuchungsheft sowie seine Krankenkassenkarte einpacken. Denn das Letzte was wir gebrauchen können, sofern ein Arztbesuch mit Junior während unserer Reise notwendig würde, ist Zusatzstress durch fehlende Informationen oder bürokratische Hürden. 

 

Nun war das Gepäck für Junior vollständig. Und auch wenn man beim Anblick der vielen Taschen und Rucksäcke hätte glauben können, die Urlaubsausstattung einer Großfamilie vor sich zu haben, kamen da ja noch Papa Juniors und mein Gepäck hinzu. 

 

Grafik mit Freebie zum Kofferpacken fürs Baby rund um den ersten Urlaub an der Ostsee auf Mama-Blog Patschehand.de
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Mama ist vergesslich ... oder: Du hast WAS vergessen?

 

Während Papa beim Packen ja nie viel Zeit benötigte, waren bei meinem Packverhalten für den ersten Urlaub mit Baby erstaunliche Veränderungen zu verzeichnen. Früher begann ich einige Tage vor der Reise, verschiedenste Outfits zusammenzustellen, alles tausend Mal zu verwerfen, um dann mehr oder weniger den gesamten Inhalt meines Kleider- und Kosmetikschranks mitzunehmen.

 

Dieses Prozedere nahm natürlich viel Zeit in Anspruch. Im Urlaub selbst war meine (ich nenne das jetzt einfach mal so) "Methode" nun auch nicht hilfreich. Denn dadurch, dass ich ja zu Hause keine Vorauswahl getroffen hatte, stand dann jeden Tag das zeitintensive Entscheiden zwischen gefühlt hunderten Optionen an. Hinzu kommt, dass ich am Ende jedes Urlaubs bemerkte, viel zu viel eingepackt zu haben.

 

Doch im Babyalltag bleibt für solchen Firlefanz keine Zeit. Und so packte ich meine Tasche im Rekordtempo: In 45 Minuten hatte meine sieben Sachen beisammen. Und ganz ehrlich: Es waren auch kaum mehr als sieben Sachen. Mit einer derart geringen Auswahl an Bekleidung, Schmuck und Make-Up bin ich wohl zuletzt auf meiner ersten Klassenfahrt unterwegs gewesen.

 

Ich fühlte mich sehr gut mit meinem neuen Minimalismus in Sachen Gepäck. Doch vielleicht hätte ich das Packen auch bei mir etwas systematischer angehen sollen. Denn auf halber Strecke während unserer Anreise fiel mir ein: Mein Bikini liegt noch zu Hause.

 

Und hier nun "Patschehands Packliste" im Word- oder PDF-Format (einfach am PC oder Smartphone abhaken könnt ihr im Word-Format):

 

 

Download
Patschehands Packliste
Was muss unbedingt ins Urlaubsgepäck fürs Baby? Hakt flott ab, was ihr schon eingepackt habt und startet entspannt in euren Urlaub mit Baby.
Patschehands Packliste.docx
Microsoft Word Dokument 19.3 KB
Download
Patschehands Packliste PDF
Was muss unbedingt ins Urlaubsgepäck fürs Baby? Hier findet ihr eine hilfreiche Liste im PDF-Format. So startet ihr entspannt in euren Urlaub.
Patschehands Packliste PDF.pdf
Adobe Acrobat Dokument 108.9 KB

 

Erfahrt im zweiten Teil, ob unser erster Urlaub mit Baby trotz fehlenden Bikinis schön wurde und warum ich für Papa Junior und mich wohl künftig keine Naturkosmetik-Sonnencreme mehr kaufen werde.

 

Noch ganz erstaunt darüber, wie schnell ich Koffer packen kann, grüßt euch

 

eure Jana

 

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